Freitag, 13. Mai 2022  10:00 - 16:30 Uhr, Fulda, Altstadthotel Arte


Gemeinsame Narrative - polarisierte Identitäten
Ist eine phänomenspezifische Prävention nicht mehr zeitgemäß?


Fragen an die Praxis und von der Praxis der Präventions- und Beratungsarbeit


Im Zuge dieses Fachtags sollen (überraschende) gemeinsame Narrative und Mechanismen vorgestellt und (neue und alte) phänomenübergreifende Praxisansätze betrachtet und diskutiert werden.
Ob "Neurechte", "Querdenker", "Reichsbürger" oder "Fundamentalisten" unterschiedlicher Couleur, nicht selten einen sie die selben Narrative von Gesellschafts(v)erklärung und Verschwörungen. Überraschend oft gleichen sich auch Vorstellungen einer heteronormativen und entglobalisierten Gesellschaft als Ziel der Bemühungen. Der Hintergrund dafür liegt in der Adressierung der menschlichen Bedürfnisse nach Kontrolle über das Leben und fußt damit nicht zuletzt auf den usrpünglichsten Ängsten der Menschen, nicht zu wissen was da kommt und wohin die Reise geht. Die Ängste verschmelzen mit persönlichen Erfahrungen des nicht mehr gesehen werdens und der gefühlten Ohnmacht ausgelöst nicht zuletzt durch die Überforderungen der Informationsgesellschaft. Angefixt durch die einfachen Versprechen der ExtremistInnen und FundamentalistInnen tritt Kompromisslosigkeit und Dialogverweigerung ein, die dann in neuen Zugehörigkeiten münden können, wo gemeinsam Staat und Demokratie abgelehnt, gar bekämpft werden. - Phänomen einerlei -


Weil sich die Bedürfnisse und sich die Antworten so sehr gleichen, müssen die Fragen gestellt werden, wo genau eine phänomenspezifische Prävention ansetzt, wo sie ganzheitlicher, phänomenunabhängiger werden könnte und wo sie vielleicht sogar verschlimmbessert?


Der Teilnahmebeitrag beträgt 66,- € inkl. Verpflegung


Bei Interesse melden Sie sich gerne an unter: info@i-unito.de